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Diskussion
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Aktuelles - Diskussionswürdig

DEFAULT : Volle Haftung des Architekten bei Gefälligkeit?
04.07.2018 16:47 (14 x gelesen)

Ein klassischer Fall:



Ein Architekt erklärt sich bereit, einen Freundschaftsdienst bzw. eine Gefälligkeit dadurch zu erbringen, dass er auf der Grundlage freundschaftlicher Verbundenheit dem Bauherrn erklärt, er werde diesen auf Abruf bei der Umsetzung seines Bauvorhabens behilflich sein, ohne dafür ein Honorar zu verlangen.

Dies ist eine Konstellation, die im Bau- und Architektenrecht gar nicht so selten vorkommt. Dass dies haftungsrechtlich dennoch zur vollen Haftung führen kann, zeigen diverse Gerichtsentscheidungen immer wieder. Das Verteidigungsargument des Architekten, dass eine unentgeltliche Gefälligkeit vorliegt, greift dabei in der Regel nicht. Auch ein Gefälligkeitsverhältnis kann zur vollen Haftung führen.

Auch eine Gefälligkeit führt dann zur Haftung, wenn der Bauherr aus dem Handeln des Architekten schließen konnte, dass dieser sich ihm gegenüber dennoch rechtsgeschäftlich verpflichtet und sich der Bauherr erkennbar auf die Zusage verlässt und erhebliche Werte auf dem Spiel stehen. Das ist nach Meinung der Gerichte bei einem Architektenvertrag regelmäßig der Fall.

Auch der nur aus bloßer Gefälligkeit planende oder überwachende Architekt, sondern auch derjenige, der gefälligkeitshalber Auskünfte oder Anweisungen erteilt, haftet nach denselben Maßstäben wie ein Architekt aus einem Architektenvertrag.

Der BGH ließ sogar einen Architekten haften, welcher sich aus Interesse die Baustelle ansah, einen offensichtlichen Ausführungsfehler entdeckte und dem Bauunternehmer eine Anweisung erteilte, um den in Entstehung befindlichen Mangel zu beseitigen. Der Architekt hatte dabei aber Umstände übersehen, aufgrund derer es dann zu einem anderen Mangel kam.

Eine Begrenzung der Haftung kommt nach der Rechtsprechung nur dort in Betracht, wo sich der Bauherr aufgrund besonderer Umstände einer Haftungsmilderung oder eines Haftungsausschlusses nicht verschließen kann.

Einem Architekten ist in derartigen Fällen in jedem Fall zu empfehlen, ausdrücklich seine Haftung auszuschließen bzw. dem Grunde und der Höhe nach zu begrenzen.

Hans-Heinrich Doppler, Rechtsanwalt


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